| Viele Frauen, die nach ihrem eigenen Empfinden zu kleine oder asymmetrisch geformte Brüste haben, leiden darunter, weil Form und Größe eine zentrale Rolle für ihr Körperempfinden und Selbstwertgefühl darstellen. Sie entscheiden sich für einen operativen Eingriff, weil sie sich mit einer größeren Brust begehrenswerter und selbstsicherer fühlen. So gehört die Brustvergrößerung zu den beliebtesten Schönheitsoperationen bei Frauen.
In der Regel werden bei der Brustvergrösserung Silikonimplantate verwendet. Das heutzutage verwendete Material ist so stabil, dass die Angst vor Schäden an der Hülle unbegründet ist.
Auch der immer wieder geäußerte Verdacht, dass Silikonimplantate Autoimmunerkrankungen oder Krebs auslösen könnten, ist in Studien nicht bestätigt worden. Zahlreiche Hersteller bieten den Frauen inzwischen eine zusätzliche Sicherheit, indem sie für ihre Produkte, die entgegen landläufiger Meinung nicht regelmäßig ausgetauscht werden müssen, eine lebenslange Garantie aussprechen.
Trotz ständiger Verbesserungen und Neuerungen im medizinisch-technischen Bereich darf nicht außer Acht gelassen werden, dass eine Brustvergrößerung eine Operation darstellt, die, wie jede OP unter Vollnarkose, mit Risiken behaftet ist. Hinzu kommt ein Infektionsrisiko, das bei ungefähr zwei bis 2,5 Prozent der Frauen für eine zusätzliche Belastung sorgt.
Eine Brustvergrößerung stellt einen kosmetischen Eingriff dar. Die Kosten werden nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen, wobei Ausnahmen aufgrund medizinischer Begründungen (Brustamputation wegen Krebs oder starke psychische Belastung) möglich sind. In deutschen Fachkliniken liegen die Kosten zwischen 3.500 bis 6.000 Euro. Im Ausland werden häufig wesentlich günstigere Angebote gemacht, von denen deutsche Fachgesellschaften jedoch abraten. |